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Kölbing seine rezension mit einigen ergänzenden notizen über die beziehungen dieser reisebekanntschaft des dichters zum Giaour. Ein versehen, das ihm dabei untergelaufen ist, möchte ich jedoch im folgenden richtigstellen. Er meint, dass, was das äussere der erscheinung anbetrifft, »ein eigentümlicher, gewiss nicht unbeabsichtigter gegensatz zwischen Ali und Hassan anzumerken sei<< (p. 290 d. rez.). Zum beleg wird für Ali Childe Harold II 62, 5 ff. angeführt:

"Ali reclined, a man of war and woes:

Yet in his lineaments ye cannot trace,

While Gentleness her milder radiance throws

Along that aged venerable face,

The deeds that lurk beneath, and stain him with disgrace." Auf Hassan sollen sich folgende verse des Giaour beziehen : "I know thee not, I loathe thy race,

But in thy lineaments I trace
What time shall strengthen, not efface:
Though young and pale, that sallow front

Is scathed by fiery passion's brunt.”

[v. 191-195.]

Thatsächlich ist aber mit diesen zeilen nicht Hassan, sondern der Giaour selbst gemeint. Denn sie stehen in jenem passus, in dem der fischer den helden einführt (v. 180 ff.), und der mit den worten beginnt:

"Who thundering comes on blackest steed,

With slacken'd bit and hoof of speed?"

Und in den der von prof. dr. Kölbing genannten stelle vorhergehenden zeilen wird der Giaour vom erzähler direkt angesprochen: "And though to-morrow's tempest lower,

'Tis calmer than thy hearth, young Giaour!"

[v. 189-190.]

Es scheint mir demnach unzweifelhaft, dass nur der Giaour gemeint sein kann.

Halle a. S., Juni 1900.

Karl Hoffmann.

A NOTE ON DR. RIES'S CRITICISM OF

INTERPRETATIVE SYNTAX.

Kindly permit me to say a word in regard to the review of my Interpretative Syntax that appeared in your last issue. Dr. Ries has, of course, a perfect right to disagree with and to condemn my views to his heart's content; but when he declares: »Der verfasser

C. A. Smith, Dr. Ries's Criticism of Interpretative syntax. — J. Ries, Antwort 471

hatte groll auf dem herzen, und er benutzte den anlass, um ihm luft zu machen, and goes on to speak of »spitze feile< and Heaven knows what else, I am at a loss to know what he means. I have asked several of my German friends in Berlin if they can find in my article the slightest ground for the imputation of »groll« against German scholars, and they are as much in the dark about it as I am. And yet half of Dr. Ries's critique is taken up with this strain of indignant defence. When I spoke of "the elegant trifling that parades itself in high places to-day under the name of literary criticism", let me relieve Dr. Ries's feelings by assuring him that I had reference to American literary journals and to them alone.

Dr. Ries has read into my article a spirit and an animus that are as foreign to it as they are foreign to my own feelings and disposition. Indeed I am constrained to believe that the author of Was ist Syntax needs a thorough course in interpretative syntax (not in "interpreted syntax") so as to keep himself in proper bounds when he attempts to interpret modern English.

In conclusion, let me assure him as I leave Germany that I carry with me none but pleasant impressions of Germany and Germans, and that for him and all other writers on English syntax my latch-string hangs always on the outside.

Berlin, June 24, 1901.

C. Alphonso Smith.

ANTWORT.

Herr prof. Smith wendet sich ausschliesslich gegen den zweiten teil meiner besprechung, und nach der erklärung, dass die eine von mir ausgehobene stelle allein auf amerikanische zeitschriften ziele, begnügt er sich auch hier, ohne auf die andern belegstellen einzugehen, mit der versicherung, dass er von den freundlichsten gefühlen für uns beseelt sei. Seit wann, sagt er nicht. Ob schon zur zeit der abfassung der Interpretative Syntax oder seit seinen jüngst in Deutschland erhaltenen eindrücken? Oder erst seit er eingesehen, dass die zeiten nun wirklich vorüber sind, wo der deutsche Michel höflich die mütze zog und sich entschuldigte, wenn ihm ein ausländer auf die füsse trat? Aber er hat's ja gar nicht bös gemeint! Im gegenteil. Als er z. b. von den auf den

syntaktischen leitern auf- und absteigenden Deutschen sprach, hat er nur beiläufig unsere meisterschaft in der edlen turnkunst rühmen wollen... Nun, wir wollen seine erklärung gern annehmen: um so besser, wenn wir uns geirrt haben. Hoffentlich weiss prof. Smith künftig seine ausdrucksweise besser mit seiner gesinnung in einklang zu setzen, so dass er nicht nachträglich seine unschuld zu beteuern braucht, wenn er wieder einmal missverstanden sein sollte von einem, der gleich mir "needs a thorough course in interpretative syntax so as to keep himself in proper bounds, when he attempts to interpret modern English". (Ein beispiel des überheblichen tons, in dem er sich auch hier gefällt.) Ich für meine person möchte für diesen "thorough course" doch lieber danken, die probe hat mir genügt.

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Colmar i. E., 28. Juni 1901.

John Ries.

KLEINE MITTEILUNGEN.

Der herausgeber dieser zeitschrift lehnte einen ruf an die neu gegründete akademie für social- und handelswissenschaften zu Frankfurt a. M. und einen andern an die handels-hochschule in Köln ab; ebenso der a. o. professor dr. Max Förster von der universität Würzburg. In Heidelberg wie in Würzburg wurden darauf ordinariate für englische philologie errichtet.

Auf den lehrstuhl für Englisch an der akademie für socialund handelswissenschaften zu Frankfurt a. M. wurde darauf lektor dr. Francis Curtis von der universität Wien berufen, welcher annahm.

An Owens College zu Manchester wurde ein ordinariat für e. glische litteratur errichtet, welches professor dr. C. H. Herford von der universität Aberystwyth in Wales übertragen wurde.

Professor dr. Henri Logeman an der universität Gent wurde von der universität Glasgow anlässlich ihrer jubelfeier zum ehrendoktor der rechte ernannt.

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