Schillers Theodizee bis zum beginn der Kantischen Studien

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Haupt & Hammon, 1909 - Providence and government of God - 257 pages

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Popular passages

Page 74 - All Nature is but art, unknown to thee All chance, direction, which thou canst not see; All discord, harmony not understood; All partial evil, universal good: And, spite of pride, in erring reason's spite, One truth is clear, Whatever is, is right.
Page 72 - No powers of body or of soul to share, But what his nature and his state can bear. Why has not man a microscopic eye ? For this plain reason, man is not a fly. Say what the use were finer optics given, T...
Page 70 - Were we to press, inferior might on ours ; Or in the full creation leave a void, Where one step broken the great scale's destroy'd ; From Nature's chain whatever link you strike, Tenth or ten thousandth, breaks the chain alike. And, if each system in gradation roll Alike essential to th
Page 78 - Who knows but he, whose hand the light'ning forms, Who heaves old ocean, and who wings the storms; Pours fierce ambition in a Caesar's mind, Or turns young Ammon loose to scourge mankind?
Page 193 - Einzelne Menschen und selbst ganze Völker denken wenig daran, daß, indem sie, ein jedes nach seinem Sinne und einer oft wider den anderen, ihre eigene Absicht verfolgen, sie unbemerkt an der Naturabsicht, die ihnen selbst unbekannt ist, als an einem Leitfaden fortgehen und an derselben Beförderung arbeiten, an welcher, selbst wenn sie ihnen bekannt würde, ihnen doch wenig gelegen sein würde.
Page 190 - Dank sei also der Natur für die Unvertragsamkeit, für die mißgünstig wetteifernde Eitelkeit, für die nicht zu befriedigende Begierde zum Haben oder auch zum Herrschen!
Page 192 - Die Natur hat gewollt, daß der Mensch alles, was über die mechanische Anordnung seines tierischen Daseins geht, gänzlich aus sich selbst herausbringe und keiner anderen Glückseligkeit oder Vollkommenheit teilhaftig werde, als die er sich selbst, frei von Instinkt, durch eigene Vernunft verschafft hat.
Page 195 - Reichen Auf Saturnus' umgestürztem Thron. Selig, eh sich Wesen um ihn freuten, Selig im entvölkerten Gefild, Sieht er in dem langen Strom der Zeiten Ewig nur - sein eignes Bild. Bürger des Olymps konnt...
Page 246 - Also hinweg mit der falsch verstandenen Schonung und dem schlaffen verzärtelten Geschmack, der über das ernste Angesicht der Notwendigkeit einen Schleier wirft und, um sich bei den Sinnen in Gunst zu setzen, eine Harmonie zwischen dem Wohlsein und Wohlverhalten lügt, wovon sich in der wirklichen Welt keine Spuren zeigen. Stirne gegen Stirn zeige sich uns das böse Verhängnis.
Page 220 - Geistes in einem Brennpunkt versammeln und unser ganzes Wesen in eine einzige Kraft zusammenziehen, setzen wir dieser einzelnen Kraft gleichsam Flügel an und führen sie künstlicherweise weit über die Schranken hinaus, welche die Natur ihr gesetzt zu haben scheint.

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